Montag, 30. November 2015

Island 2015

Unsere Island Reise ist nun auch schon wieder weit einiger Zeit vorbei. Ich habe mich dazu entschlossen, während der Reise nicht zu bloggen um die Reise auch voll und ganz geniessen zu können. Nun möchte ich aber doch noch ein paar Informationen und Erfahrungen mit euch teilen.

Anfangen will ich mit der Karte die unseren gesamten Weg darstellt. So seht ihr mal wo wir überall waren:


Laut den Tachometer-Angaben haben wir in den 3 Wochen sage und schreibe 5789 Km zurückgelegt. Wenn man bedenkt, dass eine Umrundung der Insel auf der Ringstrasse gerade mal etwa 1340 Km wären.

Reisezeit

Die ideale Reisezeit für Island ist der Sommer (Juni - September). In dieser Zeit sind auch die meisten Hochlandpisten (F-Strassen) offen. Aber natürlich tummeln sich in dieser Zeit auch die meisten Touristen auf der Insel.

Aus meiner Sicht gibt es in Island hauptsächlich 3 spanende Dinge zu sehen. Dies ist natürlich die atemberaubende Landschaft, die durch zahlreichen Vulkanausbrüche geprägt ist. Das zweite was Island zu bieten hat sind die Nordlichter. Aber auch die natürlichen Gletscherhöhlen sind unglaublich beeindruckend.

Das Klima in Island lässt es aber nicht zu, alle 3 Bereiche in einer Reise zu vereinen. Nordlichter kann man, mit etwas Glück, ab September sehen. Natürliche Gletscherhöhlen können nur von Dezember bis Januar besucht werden, ausserhalb dieser Zeit besteht Einsturzgefahr und die Besichtigung ist nicht zu empfehlen.

Wir haben uns für den September entschieden. Die Hochlandpisten sind dann meist noch offen und mit etwas Glück kann man auch Nordlichter sehen. Die Gletscherhöhlen sind aber leider auf der Strecke geblieben. Wir werden diese aber während einer kürzeren Reise im Winter nachholen.

Unsere Rechnung ist dabei voll aufgegangen. Alle Strassen waren offen und befahrbar und am Ende durften wir auch noch die Nordlichter bewundern.

Mietwagen

Wenn man Island mit einem Mietwagen erkunden will, was ich jedem empfehle weil man so am meisten sieht, kommt schnell die Frage auf, was für ein Mietwagen benötigt wird. Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Dies hängt mit dem Umfang der Reise zusammen. Für eine Umrundung der Insel auf der Ringstrasse wird kein Geländewagen benötigt. Mit Ausnahme zweier Teilstücke (wobei das längere umfahren werden kann) ist die gesamte Ringstraße asphaltiert.

Wenn man auch das Hochland erkunden will ist ein Geländewagen unumgänglich. F-Strassen dürfen nur mit geländetauglichen 4x4 Fahrzeugen befahren werden.

Wir haben uns einen Jeep Grand Cherokee bei Iceland 4x4 Carrental gemietet und waren sehr zufrieden damit. Wir haben «nur» bei einem Fluss umgedreht, weil uns ein Durchfahren des Flusses zu riskant war.

Strassen

Das Mietwagenthema bringt mich auch gleich zum Ausbau, Zustand und Beschriftung der Strassen. Strassen mit einer Nummer, so wie die Ringstrasse (sie ist die Nummer 1), sind meist asphaltiert und werden im Winter auch geräumt. Strassen mit 2 Ziffern sind meist nicht asphaltiert. Sie werden geräumt und ausgebessert, sobald alle Strassen mit einer Ziffer befahrbar gemacht worden sind.Die Strassen mit 3 Ziffern kommen demnach nach den Strassen mit 2 Ziffern dran und zu guter letzt gibt es eben noch die F-Strassen. Diese Strassen haben den Ziffern noch ein «F» vorangestellt. Wie schon erwähnt dürfen diese Strassen nur mit Allrad-Betriebenen Geländewagen befahren werden. Dies ist auch gut so, denn auf F-Strassen gibt es bei den zahlreichen Flüssen meist keine Brücken und die Flüsse müssen durchfahren werden. Achtet bei der Anmietung eines Wagens darauf, das F-Strassen expliziet erlaubt sind, wenn ihr auch das Hochland erkunden wollt.

Übernachtungen

Island ist ein klassiches Guest House Land. Daneben gibt es aber auch Hotels und Campingplätze. In einem Guesthouse teilt man sich meist die Toilette und das Bad mit anderen Gästen. Dafür bekommt man einfach Kontakt zu den Einheimischen und die Preise liegen in etwa bei 70 - 100 CHF. Hotelzimmer mit eigenem Bad kosten dann schon so ab 120 CHF aufwärts. Die Preise der Campingplätze kenne ich nicht. Im Sommer liegt die durchschnittliche Temperatur bei 13 Grad. Da hatten wir wirklich keine Lust die kalten Nächte in einem Zelt zu verbringen...

Wir haben unsere Übernachtungen alle schon vor der Reise reserviert. Der Grund war vor allen die grösse der Ortschaften und somit auch die Anzahl der Übernachtungsmöglichkeiten. Wir wollten einfach vermeiden eines Abends keine freie Unterkunft zu finden. Durch die Reservation der Übernachtungen über booking.com waren wir doch sehr flexibel. Dort lassen sich Buchungen meist einfach und kostenfrei stornieren.


So, dies mal als allgemeine Information. Ich werde in nächster Zeit nach und nach noch Beiträge über spannende Orte posten, die wir besucht haben.

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