Freitag, 12. September 2014

Seattle

Seattle ist eine weitere spannende Stadt ganz im Nord-Westen der USA. Am meiste aufgefallen sind uns die vielen Obdachlosen, die man in der ganzen Stadt antrifft. An jeder Ecke haben sie sich niedergelassen und betteln. In diesem Ausmass habe ich das noch nicht erlebt.

Eine der Touristenattraktionen ist sicher der Pike Place Market. Neben Ramsch und Kunst gibt es diverse Foodstände und einen Farmers Market, aber auch Fisch wird angeboten. Man darf sich nicht wundern, wenn auch mal ein Fisch das Fliegen lernt...


Leider ist der fliegende Fisch nicht gut zu sehen, er war für die Lichtverhältnisse zu schnell, wenn man genau hinsieht, sieht man etwas unscharfes gleich neben der Lampe, dies ist der Fisch...



In Seattle wurden auch zwei Weltkonzerne gegründet, Microsoft und Starbucks. Das erste Starbucks findet sich auch beim Pike Place Market:



Natürlich gehört auch die Space Needle zu den Touristenattraktionen. Die Space Needle ist ein 184 Meter hoher Aussichts- und Restaurantturm, der zur Century 21 Exposition, der Weltausstellung 1962 gebaut wurde. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen dort oben zu dinieren, wie wir es schon auf allen erdenklichen Türmen auf der Welt gemacht haben.




Gleich bei der Space Needle findet sich auch das Seattle EMP. Diverse Musiker wie Kurt Cobain von Nirvana oder Jimi Hendrix kahmen von Seattle. Im EMP Museum wird ihnen gehuldigt. Ein muss für Musikfans.



Am spannendsten war aber die Seattle Underground Tour. Hier haben wir viel Spannendes über die Stadt erfahren. Wie der Name der Tour schon sagt, geht es bei der Tour um den Untergrund der Stadt. Als Seattle gegründet wurde, baute man zuerst einmal wild drauf los. Unten am Wasser befand sich der Business District und oben auf dem Hügel die Wohnhäuser. Irgendwann wurde eine Kanalisation mit einer Toilettenspülung gebaut. Die Toilettenspülung funktionierte aufgrund der Schwerkraft. Leider wurde aber die Ebbe und Flut nicht mit einkalkuliert. So funktionierte die Toilettenspülung bei Flut leider in die umgekehrte Richtung.

Die Stadt lebte mehrere Jahre mit diesem Umstand, bis die Stadt im Jahre 1889 bis auf die Grundmauern niederbrannte. Beim Wiederaufbau der Stadt wollte man die vorangegangenen Fehler beheben und beschloss, das Niveau des Business Districts um ein Stockwerk anzuheben. Nicht allen passte dies, denn die Anhebung der Strasse sollte 7 – 10 Jahre in Anspruch nehmen. Die Besitzer der Grundstücke wollten natürlich nicht so lange warten, denn sie wollten ja möglichst schnell wieder Geld verdienen. So bauten die Besitzer der Grundstücke ihre Geschäfte wieder auf dem gleichen Niveau auf, aber diesmal aus Stein und mit mehreren Stockwerken. Die Stadt baute dazwischen die erhöhten Strassen. Wie man sich vorstellen kann, war dies eher unpraktisch. Wenn man die Strasse überqueren wollte brauchte man dazu eine Leiter. Nach und nach wurden dann die Gehwege auch auf das Niveau der Strasse angehoben und die unteren Etagen  wurden somit zu Kellern, dem heutigen Seattle Underground.

Hier haben wir auch erfahren, dass man in der Anfangszeit von Seattle das Geld vor allem mit Holzhandel gemacht hat. Erstaunt waren die Behörden aber als sie feststellten, dass die meisten Steuern von den "Näherinnen" bezahlt wurden. Bei einer Kontrolle wurden interessanterweise auch keine Nähmaschinen gefunden... Dieser Geschäftszweig brachte damals immerhin 87 % der Steuern! Ich gehe mal davon aus, dass alle sich vorstellen könne welche Dienstleistung die "Näherinnen" anboten.

Keine Kommentare:

Kommentar posten